Polsterkissen selber nähen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
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Bequem sitzen – selbst gemacht. Mit einem selbst genähten Polsterkissen verschaffst du Sesseln, Stühlen und Bänken echten Sitzkomfort. Die Anleitung ist so aufgebaut, dass Nähanfängerinnen und Geübte gleichermaßen zurechtkommen.
Was du brauchst
- deinen Lieblingsstoff – robuste Dekostoffe eignen sich besonders gut
- einen Reißverschluss
- Nähutensilien: Garn, Stecknadeln, Schere, Bügeleisen
- Federn, Daunen oder Schaumstoff bzw. Polsterwatte für den Kern
- optional Paspeln oder Kordeln aus der Rubrik Bänder & Borten
Schritt 1: Rechnen, rechnen, rechnen
Jedes Polsterkissen hat eine Ober- und eine Unterseite – dazu vier Seitenteile aus Stoffstreifen. Für deinen Stoffbedarf misst du Länge (C), Breite (B) und Höhe (A) des Innenkissens.
Zuerst schneidest du Ober- und Unterteil zu und addierst zu jeder gemessenen Kante 1,5 cm Nahtzugabe. Fünf Stoffstreifen bilden die Seitenteile, wobei die Rückenfront aus zwei Teilen besteht – dazwischen kommt später der Reißverschluss. Damit sich das Kissen leichter beziehen lässt, werden die Ecken der Rückenfront herumgezogen.
Die Höhe der Seitenteile entspricht der Höhe des Innenkissens – zuzüglich 1,5 cm Nahtzugabe ringsum. Für das Rückenteil mit dem Reißverschluss rechnest du an beiden Enden 6,5 cm dazu, plus 3 cm Nahtzugabe auf beiden Längsseiten. Nach diesen Maßen schneidest du alle Teile zu.
Schritt 2: Schneiden und nähen
Halbiere den Stoff des Rückenteils längs und schneide ihn auseinander. Die beiden Rückenteile heftest du rechts auf rechts zusammen, steppst an beiden Enden jeweils 3 cm zu und bügelst die Naht flach aus.
Wichtig: Der Reißverschluss muss 6 cm kürzer sein als der Rückenstreifen lang ist. Nähe ihn nun zwischen die beiden Stoffstreifen ein. Anschließend steckst du alle Seitenteile an den Enden rechts auf rechts zusammen und heftest sie fest.
Schritt 3: Feinheiten
Kontrolliere, ob das Seitenteil das Innenkissen vollständig umschließt – wenn nicht, jetzt korrigieren. Danach die Nähte feststeppen und ausbügeln.
Wenn du magst, nähst du jetzt Paspeln um die obere und untere Hälfte des Bezugs (jeweils auf der rechten Stoffseite) und verbindest sie an der Rückseite. Stecke die Seitenteile dann auf die Kanten des Unterteils, hefte sie fest und steppe die Naht sorgfältig ab – die Nahtzugaben an den Kantenenden dabei mitübernähen. Spürst du zu viel Spannung, schneide die Nahtzugabe der Seitenteile an den Ecken ein.
Zum Schluss den Reißverschluss öffnen und die Seitenteile genauso mit dem Oberteil verbinden. Nahtzugaben an den Ecken einschneiden, Nähte glattbügeln, den Bezug durch den Reißverschluss wenden und über das Innenkissen ziehen. Fertig – und jetzt: probesitzen!
Keine Lust zu nähen?
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