Industriestil

Die Wohnidee des Industriestils ist nicht neu. Anfang der 1960er Jahre ist dieser Look in Amerika bereits in Erscheinung getreten, genauer gesagt in New York. Man wollte alten Fabrikanlagen wieder ein neues Leben einhauchen. Dabei stand die Umfunktionierung in einen perfekten Wohnraum maßgeblich im Vordergrund. Bei der ständig steigenden Einwohnerzahl war der Kern dieses Leitgedanken mehr als vorbildlich. Anfang der 1980er Jahre schwappte dieser Trend nach Europa herüber. Auch hier bei uns standen plötzlich alte Fabrik- und Lagerhallen leer. Künstler und andere kreative Köpfe entdeckten das Potenzial sofort: In diesen Anlagen entstanden urplötzlich liebevoll hergerichtete Ateliers. Selbstverständlich mussten die heruntergewirtschafteten Gebäude wieder aufgebaut und entsprechend restauriert werden. Viele begabte Hände kreierten wahre Meisterwerke. Das war die Geburtsstunde des Industriestils.

Bei diesem Gestaltungselement handelt es sich um eine revolutionäre Machart. Praktisch der Gegenentwurf zum makellosen Saubermannimage. Freiliegende Rohre, blanke Ziegelwände und Beton wurden auf einmal mit ganz anderen Aspekten in Verbindung gebracht. Dieses Kontrastprogramm zur herkömmlichen Bauweise war urplötzlich modern und individuell. Daher wurden immer mehr Leute auf den Industriestil aufmerksam. Die alten Überbleibsel aus den alten Fabriken wurden gesammelt, aufgewertet und mit stilvollen Dekoelementen gekonnt in Szene gesetzt. Stück für Stück nahm der Industriestil richtig Fahrt auf. Zahlreiche Akteure sorgten dafür, dass aus diesem Konzept ein echter erfolgreicher Wohntrend wurde.

Bis heute ist der Hype um den Industriestil nicht abgerissen. Viel mehr noch: Diese Einrichtungsart setzt mittlerweile ganz neue Maßstäbe. Facettenreiche Wohnaccessoires helfen dabei, dem Industriestil noch andere Konturen zu verpassen. Ob Metallregale, Ventilatoren, Aktenschränke oder Tischlampen - mit ein wenig Know-How und Fantasie kann ein einzigartiges Zuhause kreiert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Stehlampe bereits einen Kratzer am Lampenschirm hat. Überhaupt passen Farben wie Schwarz oder Silber optimal zum Industriestil. Das trifft ebenso auf lackiertes Eisen zu. Einen Hauch von Retro verspricht man sich durch kupferfarbene Artikel wie eine Laterne oder ein Tablett. Eine coole Idee sind auch spezielle Wandobjekte wie Schriftzüge oder Wanduhren mit nostalgischen Ziffernblättern. Selbst Dosen, Vorhänge, Aufbewahrungskörbe oder Koffer aus Kunstleder lassen sich in diese Stilrichtung wunderbar einfügen. Der Industriestil bietet viel Fläche, um schlichte, schnörkellose und einfache Stilmittel unterzubringen.

 

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