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Gardinenstoff? Tausend Möglichkeiten

07.07.2014 14:35 von Sabine alias Mimi Muffin

„Ich möchte eine rote Gardine“, sagt meine Tochter. Was zunächst einfach klingt, stellt mich vor eine schwere Herausforderung. Viele weitere Fragen sind nötig.

Hier erfährst du Stück für Stück in vier Teilen, worüber ihr gemeinsam nachdenken solltet:

 

Teil 1: Das Material




Baumwolle, Leinen, Polyester oder doch Seide?

 

Reine Baumwolle:


Die gute, alte Baumwolle…

Baumwolle wird aus den Fasern der Baumwollpflanze gewonnen, die in den Tropen und Subtropen wächst.

Stoffe aus Baumwolle sind in der Regel sehr reißfest und filzen nicht.

Sie eignen sich gut für gedruckte Muster, da sie sehr saugfähig sind und beispielsweise Farben gut aufnehmen können.

Wenn man beim Waschen der Stoffe allerdings nicht sorgfältig aufpasst, können sie möglicherweise einlaufen und später knittern. Auch die Gefahr des Ausbleichens besteht bei zu langer, direkter Sonneneinstrahlung.

Deshalb wird dem reinen Stoff häufig anderes Material, wie zum Beispiel Polyester, beigemischt, was die Effekte mildert.

 

Leinen:

 

Die schlichte Eleganz von Leinen mag viele von euch an den Landhausstil erinnern. Es ist jedoch vielseitig einsetzbar und besticht durch große Vorteile:

 

Die Leinenfaser wird aus den Stängeln der Flachspflanze gewonnen und hat seit dem 20. Jahrhundert wieder an Bedeutung gewonnen.

 

Leinen ist schmutzabweisend und daher prima für einen Haushalt mit Kindern oder Haustieren geeignet.

Obwohl sich der Stoff robust anfühlt, ist er doch weich und anschmiegsam.

Seine glatte und feste Oberfläche zeichnet sich durch einen matten Glanz aus.

Je nach Jahreszeit ist er sogar „wandelbar“: Im Sommer kann er die größte Hitze ein Stück weit aussperren, im Winter sorgt er für ein warmes Ambiente im Raum.

 

Leinen wird zwar auch mit Motiven bedruckt, jedoch ist hier große Sorgfalt nötig.

 

Waschen sollte man Leinen nicht über 40° C, dafür im Schonwaschgang. Wenn man den Vorhang zudem immer gleich faltet, können die Falze belastet werden und irgendwann brechen. Unregelmäßigkeiten im Stoffbild wären die Folge.

Beim Bügeln sollte der Stoff noch feucht sein.

 

Polyester:


Polyester ist eine pflegeleichte und strapazierfähige Chemiefaser.

Das Material kann wohl am abwechslungsreichsten genutzt werden. Farben und Muster nimmt es sehr gerne auf.

Es ist sehr robust und nur wenig schmutzanfällig.

Die Gefahr des Einlaufens und Verformens beim Waschen ist gering.

Eine hohe Lichtbeständigkeit schützt vor dem Ausbleichen – beispielsweise bei dauerhafter Sonneneinstrahlung.

 

Seide:

 

Mmh.. so weich…

Seide ist wiederum eine Naturfaser und wird aus den Konkons der Seidenraupe gewonnen.

Sie ist sehr fein und fühlt sich herrlich weich an.

Dafür ist sie dennoch ziemlich fest und lässt sich leicht einfärben.

Jedoch mag sie Wasser nicht so gerne, daher ist bei der Pflege Vorsicht gefragt: Experten raten grundsätzlich dazu, Seiden-Gardinen mit der Hand zu Waschen oder in die chemische Reinigung zu geben.

Auch sonnenempfindlich ist sie ein wenig. Daher sollte man sie eher nicht zu hoher natürlicher Lichteinstrahlung aussetzen.

 

 

Du siehst also, deine Auswahlmöglichkeiten sind groß. Die Liste zeigte nur einen kleinen Ausschnitt aus der enormen Palette. Satin, Wolle, Polyamid oder Viskose habe ich noch gar nicht angesprochen.

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Lies morgen im 2. Teil dieser Serie: Das richtige Gewicht des Vorhangs.


Sabine alias Mimi Muffin
Gardinen als „kühle Erfrischung“
Husch, husch ins Täschchen!
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